Dienstag, 20. Mai 2014

Gekommen, um zu bleiben (für ein Jahr....)


Total verrückt. Wir sind in Kanada. Und wir haben ein Visum für ein ganzes Jahr. Verrückte Welt…
Am Sonntag, den 18.5. war es endlich soweit. Und irgendwie kann man das gar nicht glauben. Da planen/vorfreuen/warten wir (uns) 8-9 Monate lang und dann stehen wir auf einmal am Flughafen in Frankfurt und haben 7,5 Stunden später, einfach so mir nichts dir nichts, den Wisch im Pass kleben. Nach der Landung in Halifax mussten wir bei der Einwanderungsbehörde vorstellig werden. Denn das endgültige Visum wird erst dort erteilt, mit dem geschilderten Anmeldeprozedere hatten wir uns lediglich einen Invitation Letter erkämpft. Die Entscheidung, ob und wie lange wir im Land bleiben dürfen, obliegt dann der Einwanderungsbehörde. Okay, wir, natürlich ganz cool und ohne jegliche Aufregung, zum Schalter und unsere Pässe sowie die Einladungsschreiben abgegeben. Für den Notfall hatten wir noch einen Nachweis unserer finanziellen Mittel sowie eine Bestätigung unserer Auslandskrankenversicherung dabei, frei nach dem Motto „ich hab‘ da mal was vorbereitet“. Diese wichtigen Dokumente wurden aber gar nicht verlangt, viel mehr versteifte sich Sergeant/Officer Cole (weibl.) darauf, uns zu unserer geplanten Arbeit zu befragen: Wo wollt ihr arbeiten? Wie lange wollt ihr arbeiten? Wo genau wollt ihr arbeiten? Welche Provinz? Welche Stadt? Was arbeitet Ihr in Deutschland? Zwischendurch klickte sie immer wieder unbeteiligt auf ihrer Maus herum und wir konnten nicht so recht deuten, was es damit auf sich haben sollte. Doch sie verschwand dann im Hinterstübchen und kam mit zwei Ausdrucken zurück, die sie uns im Anschluss in unsere Pässe tackerte. Wir haben quasi das Höchstbelohnungsmaß erhalten und müssen spätestens am 17.5.2015 das Land wieder verlassen. Kurz wurden uns noch die Bedingungen des Visums erläutert, die wir halbherzig abnickten, bis es zu folgendem Passus kam: „Not valid for employment in business related to the sex trade such as strip clubs, massage parlours or escort services“. WHAT? Dem Herrn T. rutschte spontan ein „Damn“ heraus und schon war das Eis mit der bisher eher zurückhaltenden Authority gebrochen und sie hieß uns im Land der unbegrenzten Möglichkeiten (ach nein, das war der südliche Nachbar, also nochmal von vorn) / im Land des Ahornblattes, der Elche und Bären sowie der Royal Canadian Mounted Police herzlich willkommen! Fortsetzung folgt.

Kommentare:

  1. Jetzt ist es offiziell - ihr seid Auswanderer ;-) Hab ich schon erwähnt, dass ich seeeehnsüchtig auf Fotos warte ...

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  2. Auch wenns mit der geplanten Bordellkette leider nicht geklappt hat, wünsch ich Euch viel Spaß! Wenigstens bleibt Euch die Aussicht auf die Weltherrschaft!

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