Mittwoch, 10. Februar 2016

Familie T. bekommt Nachwuchs - unser BUCH

Hallo!?

Ist hier noch wer??

Wenn ja: Dranbleiben hat sich gelohnt, denn wir haben große Neuigkeiten zu verkünden. Ganze 9 Monate sind wir nun schon wieder daheim und im März werden wir Mama und Papa. Ja, genau, Du liest richtig. Am 17. März kommt aller Voraussicht nach ein Wunschkind auf die Welt: unser (erstes) selbst geschriebenes Buch!
Tolle Sache und ganz schön aufregend. Doch wie wurden wir eigentlich schwanger? Es war ein hartes Stückchen Arbeit, soviel sei gesagt. Aber Spaß gemacht hat es auch. Wie das halt so ist mit dem Kinder zeugen.
So manch belächelndes Nicken ist uns in den letzten Monaten entgegen gebracht worden, wenn wir von unserem Buchprojekt erzählt haben, so manch einer wähnte uns sicher als kleine Traumtänzer. Es wussten aber ja auch die wenigsten, dass wir schon vor unserer Abreise nach Kanada den Autorenvertrag (quasi die Geburtsurkunde) in der Tasche hatten. Und - ganz ehrlich - DAZU kamen wir wie die Jungfrau zum Kinde.
Noch zuhause in Deutschland grübeln wir, wie wir während unserer Reise möglichst komfortabel den ein oder anderen Taler verdienen können. Im Zuge dieser Überlegungen fält uns unter anderem das vierteljährlich erscheinende Reisemagazin „360 Grad Kanada“ ein - vielleicht können wir dafür ja ein paar Artikel schreiben, wenn wir an berichtenswerten Orten verweilen?! Frau T. macht kurzen Prozess, kontaktiert den Verlag, beschreibt, was wir vorhaben. Postwendend kommt die Antwort: Joah, klar, Artikel wären zwar nett und auch gewünscht, aber wie wäre es denn gleich mit einem Buch? Wir so: Öhhhm, okay! Kurz darauf schon lernen wir unsere zukünftigen Verleger auf der Buchmesse in Frankfurt kennen und der Deal ist mehr oder weniger  besiegelt. Verblüffend einfach. In den darauffolgenden Wochen und Monaten vor der Abreise besprechen wir das Geschäftliche und signieren frohen Mutes den Autorenvertrag.
Wir fliegen also nach Kanada und haben eine schriftstellerische Aufgabe. Doch jetzt wollen wir erst einmal unser Abenteuer leben, alles in uns aufsaugen, höchstens hier und da mal ein bisschen bloggen, quasi das Leben zu zweit nochmal so richtig genießen. Lose vereinbart ist, nach einem halben Jahr einen ersten Entwurf an den Verlag zu schicken. Und dann reisen wir. Und reisen. Und...auf einmal ist es November, aber das Kinderzimmer noch immer nicht eingerichtet, soll heißen - es gibt noch keinerlei Buchentwurf. Wir vertagen die Deadline, unsere Verleger sehen es ganz kanadisch entspannt, und so wird es Februar, bis wir ein wenig zur Ruhe kommen, vom Reisen ohnehin etwas müde, und uns endlich auf unsere vier Buchstaben setzen, um zu schreiben. Wie fängt man das denn eigentlich an, so ein Buch? Brauchen wir gleich eine spannende Story zum Einstieg? Wie gliedern wir die Kapitel? Was soll alles rein, was bleibt lieber draußen? Und - nochmal - wie fangen wir an? Kontrollfreak Frau T. muss erstmal "alles strukturieren" und ein paar Listen erstellen. Wir stimmen recht emotional eine Vorgehensweise ab, teilen auf, wer welchen Reiseabschnitt beschreibt und erstellen einen ungefähren Zeitplan. Was muss bis wann fertig sein? Wieviel Zeit benötigen wir zum Korrektur lesen? Und so weiter. Schließlich raffen wir uns auf und sitzen fleißig (fast) jeden Tag ein paar Stündchen am Tisch, um tatsächlich mal was zu arbeiten, während es in Vancouver kontinuierlich vor sich hin regnet. Es macht Spaß, sogar richtig großen Spaß, sich den Arbeitstag selbst einzuteilen und etwas zu erschaffen. Sagen nicht viele Frauen, die Schwangerschaft sei die schönste Zeit ihres Lebens? Ich möchte hier aber nichts beschönigen, es gibt auch Tage, an denen wir (vor allem Mr. T) keine Lust haben, am Buch zu basteln oder an denen wir vielleicht nur zwei gescheite Sätze zu Papier bringen. Aber dann gibt es bestimmt irgendwas anderes zum Korrektur lesen oder zu klären. Wir haben uns jedenfalls vorgenommen, dass bis zum Ende unserer Kanadazeit das grobe Gerüst stehen soll und wir in den vier Wochen Wien zum Abschluss nur noch die Feinjustierung vornehmen. Korrektur lesen, ausbessern, Korrektur lesen, Korrektur lesen, Schlussworte schreiben, Korrektur lesen und schließlich noch die Fotos auswählen. Der Punkt "Fotos fürs Buch auswählen" fällt auf unseren letzten Tag in Wien und wird nochmal eine Herausforderung. Denn Ehepaar T. muss sich ja einigen, WELCHE Fotos WO mit WELCHER Beschreibung hin sollen. Und wie soll das Kleine überhaupt heißen? Namensfindung...auch ein heikler Punkt. Wir entscheiden uns gegen die gängigen Modenamen und für die schlichte Lösung "Wenig Work, viel Travel" - dabei bleibt's. Von morgens um 8 bis abends um 21 Uhr ackern wir an diesem letzten Tag unserer großen Reise, bis endlich alles fertig ist und wir die Buchdatei an unsere Verleger schicken. Im Flugzeug nachhause lehnen wir uns dann erst einmal zurück und in den ersten Wochen daheim verlieren wir unseren Nachwuchs fast ein bisschen aus den Gedanken, unser Part ist ja nun getan. Immer wieder werden wir aber von den „Eingeweihten“ gefragt, wann denn nun endlich unser Schätzchen das Licht der Welt erblickt, so dass es auch in uns wieder zu kribbeln anfängt. Im Spätsommer 2015 dann jedoch der sanfte Dämpfer - es wird erstmal keine Geburt nach Termin (Buchmesse in Frankfurt), wir werden die Wehen langsam einleiten und dann zur Buchmesse in Leipzig im März 2016 niederkommen. Erst sind wir etwas enttäuscht, wir hatten uns doch schon so auf den kleinen Hosenscheißer gefreut aber im Endeffekt sind wir froh, dass wir noch etwas Zeit haben, das Ganze nochmal zu sichten, denn es wird klar - die Arbeit ist noch lange nicht getan. Gegen Jahresende wird so mit etwas Abstand nochmal in mehreren Runden korrigiert und lektoriert, bis wir (und auch der Verlag) der Meinung sind: "Wir sind bereit!" Nun muss nur noch das Outfit für den Auszug aus dem Krankenhaus, sprich das Titelbild, gefunden werden, dank der zahlreichen Unterstützung vieler emsiger Facebook User eine eindeutige Angelegenheit.
Jetzt fiebern wir also wirklich dem Geburtstermin entgegen. Der Countdownt läuft - am 17. März ist es endlich soweit. So richtig können wir es wohl erst glauben, wenn wir unser eigen Papier und Tinte auch wirklich in den Händen halten. Wie sieht es aus? Sieht es uns ähnlich? Sind wir uns gleich sympathisch? Wird es uns nachts den Schlaf rauben? Wird sich unser komplettes Leben verändern? Spannend.
Sorglos und vernetzt wie wir nun einmal sind, werden wir unseren Nachwuchs nicht aus dem Internet fernhalten. Wenn du unser Baby also auch mal knuddeln und im Arm halten möchtest, kannst Du das unser Buch bereits jetzt schon vorbestellen. Direkt beim Verlag (bis zum Erscheinungstermin zum vergünstigten Subskriptionspreis – siehe nachfolgender Link) oder natürlich auch beim Onlinegiganten Amazon (nach "Wenig Work, viel Travel" suchen).

Hier gehts zu unserem Buch!
 

Allen zukünftigen Käufern, wohlwollenden Rezensenten, eifernden Fans und glücklichen Lesern bereits vorab vielen Dank! Uns hat die Reise bis hierher viel Spaß gemacht, schauen wir mal, was noch kommt!